13.05.2020 Rheinische Post

Seniorenscouts der Awo haben am Sorgentelefon für Ältere ein offenes Ohr

Dass viele corona-bedingte Einschränkungen gelockert werden, sieht die Arbeiterwohlfahrt (Awo) nach den Worten ihres Langenfelder Ortsvorsitzenden Klaus Kaselofsky „mit gemischten Gefühlen“. Schließlich seien ältere Menschen, um die sich die Awo in vielen Einrichtungen kümmert, im Falle einer Coronavirus-Infektion besonders gefährdet.

Foto: Arbeiterwohlfahrt Langenfeld/Klaus Kaselofsky

In Langenfeld (Siegfried-Dißmann-Haus, Café am Wald) und in Monheim (Gertrud-Borkott-Haus, Louise-Schroeder-Haus) betreibt die Awo jeweils zwei Seniorenbegegnungsstätten.

„Ältere Menschen leiden besonders unter  Einschränkungen und Kontaktverboten“, merkt Kaselofsky an, der auch Awo-Kreisvorsitzender ist. „Isolation, Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen sind die tägliche Realität für sie.“ Awo-Kreisgeschäftsführererin Hildegard Schröder bezeichnet es als wichtig, „dass wir mit Senioren im Kontakt bleiben und kreative Wege finden, sie gerade in der Krisensituation als Partner zu begleiten“.

Weil die sonst üblichen Treffen in den Begegnungsstätten aktuell nicht möglich seien, habe die Awo Info- und Sorgentelefondienste eingerichtet.  „Seniorenscouts beantworten Fragen der Anrufer, führen ein nettes Gespräch, vermitteln Kontaktmöglichkeiten oder organisieren Einkaufsdienste“, sagt Schröder.  „Einfach nur da und Ansprechpartner zu sein, wird von den Älteren als entlastend empfunden.“