13.10.2018 Angelika de Jong, Jürgen Weinreiß

Seniorenreise nach Bad Kissingen im August 2018

Am Sonntag, den 19. August 2018 fuhren wir ins Frankenland nach Bad Kissingen. Unterwegs legten wir eine Pause ein in Katzenfurth, dort wurden Kaffee, Sekt und holländische Kekse gereicht.

Im Hotel wurden wir freundlich durch unsere Wirtin Frau Barth empfangen und zu einem Begrüßungscocktail eingeladen.

Einen Film über Bad Kissingen sahen wir uns an bevor wir zum bayrischen Essen in Form von Schweinebraten und Knödeln gingen. In Bad Kissingen gab es ein Weinfest, das war das Richtige für die Damen und unseren Jürgen – Reisebegleiter – Hahn im Korb –bei der Damenwelt. Bad Kissingen nennt man auch die Hauptstadt der Rollatoren. Sie hat 23.000 Einwohner, ca. die Hälfte wie Langenfeld. Bad Kissingen hat eine Besonderheit = die Postleitzahl = 97681, diese kann man sich gut merken, wenn man daran denkt, dass ein Herr von 97 „6“  hat mit einer Dame von 81.

Am nächsten Tag ging es nach Volkach. Dort machten wir einen Schiffsausflug vorbei an den Weinbergen.  Volkach ist ein kleiner wunderschönen romantischen Weinort mit schöner Kirche mit dem Namen St. Bartholomae von 1413, man hätte noch ein wenig länger verweilen können in den alten Gemäuern. Sehenswert war auch das Rathaus von 1544 mit seinem 54 m hohen Turm. Der Erbauer Balthasar Neumann beschrieb die Fliehburg auf dem Vogelsberg auf dem Weg von Bad Kissingen nach Volkach. Wir fuhren über Bad Bocklet, welches ein neues Rathaus vorweisen konnte, durch hügelige Landschaften über die Bundesstraße 19, die als alte Heeresstrasse bekannt ist. Sie reicht von Berlin bis zum Bodensee. Es gibt über 25 km keine Brücke über den Main, daher die vielen kleinen Mainfähren. Es wird Spargel, Mais und Obst angebaut. Leider war sehr viel vertrocknet durch den heißen Sommer. Wir querten den Main-Donau-Kanal. Der 3.500 km lang von Rotterdam bis zum Schwarzen Meer  über viele Staustufen führt.

 Am Abend gab es wieder ein leckeres Abendessen. Man konnte am Tag vorher das Menü selber zusammenstellen und unter anderem den „Volkacher Wein“ trinken.

Am Dienstag gingen wir mit der Hotelleitung zum geführten Stadtrundgang, was leider für die Rollatorendamen sehr beschwerlich war. Daher beschlossen wir, das Kurkonzert zu besuchen. Am Abend war das Spielcasino angedacht. Veronika hat gewonnen und Marianne die Spielbank gesprengt, wir anderen nur an Erfahrung gewonnen, aber es war ein tolles und aufregendes Erlebnis.

Am Mittwoch besuchten wir die Stadt, die einen zum Kurkonzert, die anderen zum Shoppen, Jürgen ging auf den Ludwigsturm. Um 14:00 Uhr wurden wir zu Kaffee und Kuchen in Bad Bocklet abgeholt. Wir fuhren unter anderem über die neue Sintalbrücke, die alte wurd 2013 gesprengt. In Bad Bocklet trafen sich früher Kaiser Ludwig und Lola Montes, eine Tänzerin. Die zwei nächtigten dort und auch in Bad Kissingen und gaben ihrem Liebensleben freien Lauf. Es war einfach nostalgisch, dort unter den großen Schatten spendenden Bäumen zu sitzen. Am Abend nach dem Abendessen war wieder Kurkonzert, Anwendungen im benachbarten Haus in Form von Massage oder innere Anwendungen bei Wein und Bier im Ort.

Am nächsten Tag waren einige Damen in der Therme und ließen es sich gut gehen, die anderen waren im Hotel zum Kaffee auf der Terrasse oder ruhten sich aus, denn am Abend gab es die Nachtwächtertour. Wir waren begeistert von unserem Nachtwächter, der wirklich wie aus dem Bilderbuch aussah und das ganz toll machte mit Laterne und Geschichten erzählen, unter anderem, daß aus Bad Kissingen Henry Kissinger kam und die dazu gehörige Geschichte über das Judentum. Auch besahen wir uns eine Plastik  vom ersten Geldwechsler, Waren gegen Taler.

Unsere Fahrt nach Würzburg am Freitag verlief über die Aussicht zum Wittelsberger Turm. Dort gibt es eine Geschichte vom weg gewehten Schleier. Würzburg hat 120.000 Einwohner und ist der Regierungssitz von Unterfranken. Es ist eine junge Stadt mit ca. 20.000 Studenten. Wir sahen die Festung Marienburg, die Käbbele (alte Kirchenanlage). Würzburg hat 42 Kirchen und 3 Unis.

Dann ging es auf einem beschwerlichen Weg hinunter auf das Schiff nach Veitshöchheim zum Rokokogarten. Der kleine Ort beherbergt ein Schloss und tolle Gärten.

Unsere Fahrt zurück mit dem Bus ging vorbei an Schweinfurt, welches im Krieg vollständig zerstört wurde durch die Flag. Bis 2014 gab es in der Stadt noch Soldaten, heute nur viele Flüchtlinge. Früher war Schweinfurt die drittreichste Stadt. Sie hatte ein Kernkraftwerk, welches 2015 abgeschaltet wurde.

Nach dem Abendessen war Wein trinken im kleinen Bistro angesagt. Man konnte sich an diesen Ablauf gewöhnen. Gemeinsam ging es dann wieder zum Hotel um am nächsten Tag fit zu sein für die Fahrt nach Fulda.In Fulda (300 m über dem Meer), welches man auch von Fulda-Reifen kennt ging jeder seinen eigenen Weg. Die einen waren im Dom, welcher 1704 erbaut wurde, die anderen sahen sich die Stadt an mit den schönen alten Häusern und tollen Inschriften an den Hauswänden. Auch das Schloss konnte besichtigt werden und der schöne Schlossgarten. Nach Stärkung durch Kaffee und Kuchen ging es auch hier wieder zurück zum Hotel zum Nachtessen, welches immer sehr reichlich und lecker war.

Nachdem wir eine tolle Woche hinter uns hatten mit viiiel Wein trinken und einigen Ausflügen sowie vielen Kurkonzerten bei denen wir auch einige sehr chice Damen sahen mit großen Hüten und chicen Kleidern. Nicht zu vergessen sollte die Modenschau sein, welches Frau Barth vom Hotel veranstaltet hatte und bei der man noch ein paar hübsche Anziehsachen kaufen konnte und auch schicken lassen, was nicht mehr in den Koffer passte. Am Montag es wieder zurück nach Hause mit neuen Freundschaften und schönen Erinnerungen. Man war ein Teil der Gemeinschaft geworden. Auf  einem Rastplatz gab es ein letztes Schlückchen Sekt und sonstigen Alkohol damit der Abschied nicht so schwer fiel.

Wir hoffen, dass Sie schöne Tage hatten und sich mit Freude an nette Anekdoten erinnern.

Freuen würden uns, Sie noch einmal auf einer unserer nächsten Reisen  zu treffen. Wir sind donnerstags zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr gerne für Sie da.

Herzlichst Ihre Reiseleiter
Angelika de Jong und Jürgen Weinreiß