15.10.2016 Wochenpost

»KOMM-AN« hilft beim Ankommen

Initiative der Arbeiterwohlfahrt macht Flüchtlinge fit für das neue Leben in Deutschland

Relativ frisch ist das Angebot des AWO-Ortsvereins: Seit einem Vierteljahr verwirklichen die Aktiven das vom Land geförderte Konzept »KOMM-AN« in Langenfeld. Für die weitere Umsetzung sucht das Team weitere Helfer.
»Es geht darum, den Menschen das Ankommen zu erleichtern.« Klaus Kaselofsky, Vorsitzender der AWO in Langenfeld, verdeutlicht den Zweck des neuen Angebots in den Begegnungsstätten Siegfried-Dißmann-Haus und Café am Wald. Dabei geht es nicht nur darum, dass die betreuten Flüchtlinge in Langenfeld ankommen, sondern im neuen Leben. Seit dem Sommer steht ein kleines Team von Ehrenamtlern den Bewohnern der Unterkünfte an Theodor-Heuss-Straße und Winkelsweg mit Rat und Tat zur Seite. Man will die Menschen »ganz konkret unterstützen, All­­­t­agskompetenz zu erwerben«, formuliert Kaselofsky.

Gesellschaftliche Teilhabe als Ziel


Im Fokus des Konzepts steht, dass die Flüchtlinge mit Kultur- und anderen Freizeitangeboten vertraut werden. »Sie sollen den Freizeitpark und die Bibliothek kennenlernen«, nennt der Chef des AWO-Ortsvereins zwei Beispiele. Auch Spaziergänge über den Wochenmarkt würden zu den Maßnahmen gehören, die für das nötige Alltagswissen und gesellschaftliche Teilhabe sorgen.
Bei den regelmäßigen Treffen helfen die Ehrenamtler aber zum Beispiel auch beim Ausfüllen von behördlichen Formularen und rechtlichen Fragen. Außerdem bietet die AWO den geflüchteten Menschen auch PC-Arbeitsplätze mit Internetanschluss, an denen auch mit der Heimat kommuniziert werden kann.
Wichtig ist den Aktiven­ von »KOMM-AN Langenfeld«, dass ihre Bemühungen »Hilfe zur Selbsthilfe« sind, so Kaselofsky. Die Flüchtlinge sollen schnell »selbst aktiv werden können« und sich darüber weitere Türen öffnen. Zum Beispiel in Vereinen kann die Inte­gration dann weitergehen.

Menschen sollen sich wohlfühlen

Zu dieser Integration gehört laut des hauptberuflichen Sozialpädagogen jedoch weit mehr, als die Möglichkeiten des deutschen Alltags zu kennen. »Zurechtzukommen ist das eine, sich wohlfühlen das andere.« Wer mithelfen will, dass Flüchtlinge ankommen und sich wohlfühlen, den bindet die AWO gerne schnellsmöglich in ihr Team ein.

MITHELFEN
Wer Teil des Teams werden will, kann sich bei Marita Fuchs melden – telefonisch unter 02173.250680 oder per E-Mail an marita.fuchs@awo-langenfeld.de.