29.01.2018 Klaus Kaselofsky

Auf ein neues Quartier!

Neujahrsempfang beim AWO Ortsverein Langenfeld

Wie jedes Jahr lädt der AWO Ortsverband am Anfang des Jahres Freunde, Sozialpartner, Unterstützer, Verwaltung und Politik zum neuen Jahr ein. Traditionsgemäß gibt es ein Grünkohlessen. In diesem Jahr konnte der Vorstandsvorsitzende der Awo, Klaus Kaselofsky, die Kita Hummelnest besonders willkommen heißen. Die Leiterin, Daniela Otten, präsentierte stolz die aktuelle Ausstellung in den Räumen der Begegnungsstätte des Siegfried Dißmann Hauses. Kleine Künstlerinnen und Künstler aus dem Kindergarten haben wunderschöne Bilder zusammengestellt. Die Kunstwerke schmücken das Haus auf wundervolle Weise und beweisen, dass „kleine Kunst ganz groß sein kann“. Künstlerische Beraterin war Christa Reinders, die pensionierte Leiterin des Awo Seniorenheims „Karl-Schröder-Haus“.

Mit Blick auf die aktuelle Bundespolitik äußert Klaus Kaselofsky in seinen Begrüßungsworten die Hoffnung an die „große“ Politik, Verantwortung und Fortschritt statt zeitraubenden Stillstand zu beweisen. Er sprach sich für die Groko aus und stellte amüsiert fest, dass wenn Groko ein Haustier sei, dann soll es im Interesse der Sozialwirtschaft friedlich, tolerant, fair und standhaft sein.

In Vertretung für den Bürgermeister machte die 1. Beigeordnete Marion Prell ihre Aufwartung. Sie betonte, wie wichtig die Arbeit der Begegnungsstätten ist und dass sich angesichts des demografischen Wandels der Stadtgesellschaft die Arbeit der sozialen Einrichtungen anpassen muss. Dazu gehören die Quartiersarbeit, das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement. Sie sichern, dass Menschen eine gute Nachbarschaft haben können, nicht allein gelassen werden und Hilfe sowie Unterstützung erfahren.

Klaus Kaselofsky griff diese Feststellungen auf und lud die zahlreichen Gäste ein, sich im Gespräch auszutauschen, miteinander zu diskutieren und auch Pläne zu schmieden. Wenn man die Strategie der Stadt bezüglich der Quartiersarbeit ernst nimmt, dann müssen alle Beteiligte die Hilfen und Leistungen für Ältere, Bedürftige und Einsame intensivieren. Mit Sicherheit gehört hierzu auch das Thema „Wohnen im Alter“. Bezahlbarer Wohnraum ist ein unerlässlicher Faktor.

Mit sechs Impulsen als Gesprächsstoff für den Abend wurden die Gäste der Geselligkeit und dem Gesprächsaustausch mit ihren Tischnachbarn überlassen:

  1. Die Linderung der Folgen von Armut ist in Bezug auf die Lebensrealität älterer Menschen ein wichtiger Bestimmungsfaktor.
  2. Die Familien müssen gefördert werden. Dazu gehören Entlastung bei den Elternbeiträgen und die Verbesserung der Qualität in den Kitas und in der Offenen Ganztagsbetreuung der Grundschulen.
  3. Die Integration von Flüchtlingen ist eine „Alltagsaufgabe“. Geflüchtete Menschen in Langenfeld sollen ankommen und Nachbarn werden.
  4. Gute Pflege ist wichtig und unerlässlich.
  5. Das bürgerschaftliche Engagement braucht Unterstützung und eine auskömmliche Finanzierung durch die beteiligten „Auftraggeber“, damit Begegnungsstättenarbeit und Quartiersmanagement weiterhin Fürsorge und Vorsorge erfüllen kann.
  6. Quartiersarbeit ist der Schlüssel, um Nachbarschaften im Quartier und Viertel zu wecken.

Zum Abschluss kündigte der Vorsitzende der AWO an, dass sich der Verein wieder an den Aktivitäten zum Motto-Jahr der Stadt mit „Servus Österreich“ beteiligen wird. „Wir sehen uns beim Schuh-Platteln und bei zünftigen Gaudis wieder!“, stellte er in Aussicht.